Duale Hochschule
Duales Studium

Voraussetzungen für ein Duales Studium: Auch ohne Abi möglich?

duales studiumBei einem dualen Studium wird das normale Studium mit einer Ausbildung oder einem Praktikum verbunden. Voraussetzung dafür ist grundsätzlich die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife.

Grundsätzlich wird also das Abitur, die Hochschulreife, benötigt, um ein duales Studium zu beginnen. Das Abitur berechtigt zum Studium an einer Universität – ein Real- oder Hauptschulabschluss alleine, der beispielsweise oft für Ausbildungen benötigt wird, reicht hier also nicht aus. Zwar ist die Zulassung zur Hochschule Ländersache, jedoch erwarten die meisten Universitäten, Fachhochschulen und die beim dualen Studium kooperierenden Unternehmen die Hochschulreife. Falls du keine Hochschulreife hast, musst du also i.d.R. das Abitur nachholen. Infos dazu findest du bspw. auf www.abi-nachholen.net

In manchen Fällen ist es auch möglich, mit dem Fachabitur ein duales Studium zu beginnen. Die Universität Kassel lässt beispielsweise auch ehemalige Schüler mit dem Fachabitur zum dualen Studium zu und auch Bewerber der Universität Siegen benötigen keine Hochschulreife, wenn sie hier dual studieren wollen. Auch bei Berufsakademien, dualen Hochschulen und natürlich Fachhochschulen selbst kann mit der Fachhochschulreife dual studiert werden.

Der Notendurchschnitt ist wichtig

Neben der geeigneten Hochschulreife ist natürlich auch der Notendurchschnitt des Schulabschlusses entscheidend. Der sogenannte Numerus Clausus, kurz NC, ist beim Auswahlverfahren der Hochschulen entscheidend: Liegt der eigene Notenschnitt bei 2,0 und der NC für das angestrebte Fach bei 2,9, stehen die Chancen auf diesen Studienplatz gut. Besonders bei begehrten Studienplätzen sind die jeweiligen NCs sehr hoch – ein guter Notenschnitt ist hier also wichtig.

Nur manche Studienfächer sind nicht zulassungsbeschränkt. Daneben wird auch bei der Bewerbung im Unternehmen, die ja den zweiten Bestandteil des dualen Studiums einnimmt, oft auf den Notendurchschnitt geachtet – jedoch meistens nicht so penibel wie in den Universitäten. Vor allem große Unternehmen sind dafür bekannt, aufgrund der großen Anzahl an Bewerbern nach wichtigen Gesichtspunkten wie den Noten zu sortieren, aber in kleinen und mittelständischen Unternehmen haben auch Bewerber mit einem schlechteren Durchschnitt gute Chancen: Hier wird auch Wert auf die Bewerbung selbst sowie das Auftreten bei einem eventuellen Vorstellungsgespräch gelegt.

In seltenen Fällen ist das duale Studium auch ohne eine Fachhochschulreife oder Hochschulreife möglich, allerdings müssen hier andere Kriterien erfüllt werden: Das berufsintegrierende duale Studium richtet sich vor allem an Bewerber mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einigen Jahren Berufserfahrung. Daneben gibt es in einigen Städten auch die Möglichkeit, sich mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung auf einen Studienplatz zu bewerben. Auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ist ein duales Studium so möglich.

Wer dual studieren möchte, muss sich also sowohl bei einer Fachhochschule, einer Hochschule oder einer ähnlichen Studieneinrichtung auf einen Studienplatz als auch bei in einem Unternehmen, in dem der praktische Teil stattfindet, bewerben. Welche Bewerbung zuerst abgeschickt wird, ist frei wählbar – ebenso wie der Standort der beiden Einrichtungen. Optimal ist jedoch, wenn sich Hochschule und Unternehmen in der Nähe zueinander befinden.