Duale Hochschule
Duales Studium

Studienplatzklage – Das solltest du wissen

Nicht alleine das Abitur gilt als Eintrittskarte zu den lukrativen Arbeitsplätzen. Vielfach wird ein gehobenes Studium vorausgesetzt. Egal, ob es sich um ein duales Studium oder ein Vollzeitstudium handelt – wer den begehrten Platz an der Universität erreichen will, lernt dafür nicht selten jahrelang die graue Theorie. Doch selbst wenn die erhofften Noten auf dem Reifezeugnis zustande kommen, ist damit noch lange nicht gewährleistet, dass die Annahme an der Hochschule auch gelingt. Sollte es hier einmal zur Absage kommen, kann eine sogenannte Studienplatzklage in Betracht gezogen werden. Mit ihr wird die Immatrikulation erwirkt.

Worin liegt der Zweck der Klage?
Vielfach ist das Vergabesystem der freien Plätze in einer Fachrichtung gerade für Außenstehende nicht gänzlich einsehbar. Über eine gezielte Nachfrage beim Dekanat einer Fakultät lässt sich aber feststellen, wie viele Studenten hätten aufgenommen werden können, und wie viele von ihnen sich letztlich tatsächlich einschreiben durften. Stellt sich dabei heraus, dass in der Berechnung beider Komponenten noch Zugänge frei sind, die nicht besetzt wurden, so lohnt sich gegen diese Vergabepraxis eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Hierbei wird überprüft, ob tatsächlich noch Plätze zur Verfügung stehen. Wird dem stattgegeben, kann sich der Kläger trotz vorheriger Ablehnung immatrikulieren.

Für wen lohnt sich die Klage?
Die Beschreitung des Rechtsweges steht in jedem Fachbereich offen und kann von allen Personen beansprucht werden, die grundsätzlich über die Zulassungsvoraussetzungen verfügen. Dabei handelt es sich regelmäßig um die Abiturnote, die vielfach einen bestimmten Wert nicht überschreiten darf. Daneben können aber auch Praktika oder an den Fachhochschulen sogar berufliche Erfahrungen gefordert sein. Liegen diese vor und wurde der Zugang zu den Seminaren und Vorlesungen dennoch verwehrt, so sollte eine Klage als weitere Vorgehensweise nicht ausgeschlossen werden. Vielleicht öffnet sie tatsächlich so manche Türen und sorgt dafür, dass sich der Bewerber in den gewünschten Kursen einschreiben darf. Im Zweifel sollte ein spezialisierter Rechtsanwalt kontaktiert werden. Infos und Ansprechpartner findet man z.B. unter http://www.studienplatzklagen.com/.

Wie ist bei der Klage genau vorzugehen?
Wer es wirklich in Erwägung zieht, eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Universität einzugehen, sollte sich zunächst eine anwaltliche Unterstützung besorgen. Denn gerade für Laien ist es nicht immer ganz einfach, anhand des Gesetzes die richtigen Argumente zu finden. Einige Juristen haben sich auf die Studienplatzklage spezialisiert. Sie sind nicht allein ein kompetenter Ansprechpartner für erste Fragen, sondern können ein solches Verfahren auch organisieren und durchführen. Dabei muss für den Bewerber aber stets erkennbar sein, wie hoch die Chancen stehen, den Prozess zu gewinnen – vielleicht nutzt er die Zeit auch besser, um sich an einer anderen Lehranstalt einzuschreiben.

Bilder: Thorben Wengert, Gerd Altmann / pixelio.de