Duale Hochschule
Duales Studium

Masterstudien

Würfel auf einem Tisch welche Study ausschreiben

Hat man sich dafür entschieden, den Sprung in die Berufswelt über einen Studiengang zu schaffen, wird man immer wieder mit zwei Begriffen konfrontiert: Bachelorstudium und Masterstudium. Während das Bachelorstudium die Grundphase eines Studiums darstellt, dient der Masterstudiengang zur Erweiterung des erworbenen Wissens.

Erst Bachelor, dann Master?

Der Bachelor symbolisiert einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. Nach etwa drei bis vier Jahren kann ein solcher Abschluss erreicht werden. In diesem Zeitraum ist es jedoch nicht möglich, das Wissen eines Bereichs in Gänze zu erwerben. Für diese Zwecke gibt es noch eine weitere Möglichkeit – den Masterstudienabschluss. Wer wissenschaftlich begabt ist und sich nicht mit einem Bachelorabschluss zufriedengibt, kann noch ein Masterstudium hinten dranhängen. Interessiert man sich für Masterstudien, kommen mittlerweile viele verschiedene Studiengänge infrage. In der Regel umfassen Masterstudiengänge einen Zeitraum von 4 Semestern, also 2 Jahren. Abgeschlossen wird das Studium mit dem akademischen Grad „Master of Arts (m. A.)“ oder dem „Master of Science (M. Sc.)“.

Während des Studiums werden Leistungspunkte, so genannte Credits, erworben. Credits gibt es für den erfolgreichen Abschluss einzelner Lehrveranstaltungen. Somit spiegeln sie den Arbeitsaufwand von Vorlesungen und Seminaren wider. Ein Credit entspricht dabei einem Aufwand von etwa 25 bis 30 Stunden. Um seinen Abschluss machen zu können, werden beim viersemestrigen Master mindestens 120 Credits verlangt.

Aufgeschlüsselt ist das Masterstudium in ein Kernfach, das Pflicht- und Wahlmodule enthält, sowie in eine Masterarbeit. Je nach gewähltem Studiengang können neben dem Kernfach noch Wahlmodule aus anderen Fachgebieten belegt werden. Innerhalb eines jeden Moduls gibt es eine so genannte Modulprüfung. In dieser wird das vom Studenten erworbene Wissen abgefragt. Um die Modulprüfung zu bestehen, muss mindestens die Note 4,0 erreicht werden. Mit wertvollen Tipps und Tricks kann man sich optimal auf einzelne Prüfungen als auch auf die später folgende Masterarbeit vorbereiten. Wie viel Zeit Studierende für die schriftliche Masterarbeit haben, ist bundesweit einheitlich festgelegt. Der zeitliche Rahmen beträgt in fast allen Fächern ein halbes Jahr. Unterschiede gibt es hingegen, welchen Umfang eine Masterarbeit haben sollte.

Welche Vorteile bieten Masterstudien?

1999 wurde das Studiensystem revolutioniert. Das Ziel dabei: Studiengänge sollten internationaler werden. Weil es Bachelor und Master nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union sowie in den USA, Kanada und Australien gibt, wird ein entsprechender Abschluss weltweit anerkannt. So wird ganz automatisch die Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern gefördert.

Erleichtert ein Masterabschluss den Zugang ins Berufsleben?

Immer wieder wird heftig darüber debattiert, ob ein Masterstudiengang den Einstieg ins Berufsleben vereinfacht. Zwar gibt es keine definitiven Vorgaben, dass für eine Anstellung ein Masterstudiengang erforderlich ist, doch ein solcher Abschluss kann die Anstellungschancen erhöhen. Vor allem in den Bereichen Chemie, Physik, Biologie, Mathematik, Informatik sowie innerhalb der Geisteswissenschaften wird ein Master gerne gesehen. Das Gleiche gilt für Lehramt und Psychologie.

Masterabschluss im dualen Studium

Es ist nicht zwingend erforderlich, den Master gleich an den Bachelorabschluss dranzuhängen. In den letzten Jahren ist in diesem Zusammenhang das duale Studium vielerorts in den Fokus gerückt. Charakteristisch für ein duales Studium ist, dass Theorie und Praxis miteinander vereint werden. Die gelernte Theorie kann direkt praktisch angewendet werden. Ein weiterer Vorteil: Man bekommt im Gegensatz zu einem klassischen Masterstudium ein Gehalt.