Duale Hochschule
Duales Studium

Investieren in Weiterbildung: Welche Möglichkeiten stehen offen?

erfolg durch weiterbildungDie beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist Bildung: Nur rund 2,5 Prozent der Akademiker sind derzeit in Deutschland arbeitslos gemeldet; jede zusätzliche Qualifikation ist ein weiterer Schritt zur Sicherung des Arbeitsplatzes oder zum Erklimmen einer höheren Gehaltsstufe. Doch die Weiterbildung kostet Geld, vor allem kann häufig nicht mehr in Vollzeit gearbeitet werden. Welche Möglichkeiten der Förderung stehen zur Verfügung?

Bund fördert Eigenleistungen

Wer durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter Leistungen erhält, kann sich die Weiterbildung möglicherweise durch sogenannte Bildungsgutscheine fördern lassen. Dabei werden die persönlichen Voraussetzungen überprüft, bevor es zu einer Bewilligung kommt: Bestehen Zweifel daran, dass die Weiterbildung aufgrund geistiger oder körperlicher Fähigkeiten abgeschlossen werden kann, wird der Gutschein verweigert. Ansonsten dient der Bildungsgutschein der Finanzierung der Förderung selbst sowie möglichen Fahrtkosten. An der Hilfe zum Lebensunterhalt ändert sich durch den Bildungsgutschein zunächst nichts.

Ebenfalls durch die Arbeitsagentur wird das Projekt „WeGebAU“ realisiert. Dabei handelt es sich um ein Programm, welches sich speziell an ungelernte oder gering qualifizierte Arbeitskräfte richtet. Findet eine Qualifizierung statt, während der das Arbeitsentgelt durch den Arbeitgeber weitergezahlt wird, fördert die Arbeitsagentur diese Lehrgangskosten mit bis zu 75 Prozent.

Eine Förderung von Weiterbildungen kann auch im Rahmen der sogenannten Bildungsprämie erfolgen. Dabei übernimmt der Bund 500 Euro der Weiterbildungskosten, wenn ebenfalls mindestens 500 Euro aus eigener Tasche bezahlt werden. Weil auch durch die Bildungsprämie vor allem Menschen mit geringer Qualifikation gefördert werden sollen, darf das Jahreseinkommen 20.000 Euro nicht überschreiten. Für den Arbeitgeber kann sich die Zahlung der Weiterbildung übrigens ebenfalls lohnen: Sofern die Maßnahme überwiegend dem betrieblichen Interesse dient und auch eine Verwendung erfolgen kann, die die neue Qualifikation mitberücksichtigt, müssen keine Steuern entrichtet werden. Andernfalls würde die Zahlung als zusätzliches Einkommen gewertet werden.

Meister-BAföG; Mindestens 700 Euro monatlich

Für eine Vollzeit-Weiterbildung kann das sogenannte Meister-BAföG beantragt werden. Anders, als der Name vermuten lässt, wird nicht nur die Qualifikation zum Meister gefördert. Maßgeblich ist allerdings, dass bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde. Die Höhe richtet sich dabei nach dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Bei einer Qualifikation in Vollzeit werden mindestens rund 700 Euro monatlich gezahlt, die über 24 Monate gewährt werden können. Das BAföG kombiniert einen Kredit und eine Förderung, weil nur die Hälfte der gezahlten Summe wieder zurückgezahlt werden muss.

Auch die KfW fördert Studenten: Bei einem Vollzeitstudium werden bis zu 650 Euro monatlich gezahlt. Ein besonderer Förderbedarf ist nicht nachzuweisen, eine Einschreibung ist zunächst vollkommen ausreichend. Die Verzinsung ist dabei vergleichsweise gering, dafür muss der gesamte Betrag am Ende zurückgezahlt werden.

Ratenkredit zur Ergänzung

Bei einem konventionellen Ratenkredit ist dies auch der Fall; dennoch kann sich das private Darlehen lohnen. Die Kosten fallen aufgrund der Niedrigzinsperiode derzeit besonders gering aus. Wird über ein Darlehen zur Finanzierung der Weiterbildung nachgedacht, sollte aber im Vorfeld ein umfangreicher Vergleich erfolgen. Die Angebote der Banken unterscheiden sich zum Teil recht deutlich.

Ein Online-Vergleichsportal wie Smava bezieht auch Angebote ausländischer Banken mit ein. Sinnvoll kann ein solcher Kredit vor allem sein, um hohe einmalige Kosten der Weiterbildung zu finanzieren. Im Einzelfall können hohe Beträge anfallen – für die Meisterschule und Prüfung können in einigen Berufen schnell 10.000 Euro zusammen kommen. Doch trotz dieser Summen gilt: Jeder Euro, der in die eigene Weiterbildung fließt, ist gut und sinnvoll investiert.