Duale Hochschule
Duales Studium

Erfolgreich die Abschlussarbeit schreiben

Abschlussarbeit druckenViel hat sich in der deutschen Hochschul-Landschaft in den vergangenen Jahren geändert. Der Magister und das Diplom haben fast überall ausgedient und wurden durch die Bachelor- und Master-Studiengänge ersetzt. Neue Prüfungsformen wie z.B. das Portfolio haben in den Seminaren und Vorlesungen Einzug gehalten. Eines ist jedoch gleich geblieben: Um ein Studium erfolgreich abzuschließen, muss eine Abschlussarbeit gemeistert werden. Diese bereitet vielen Studierenden Probleme – die Schwierigkeiten erstrecken sich dabei über jeden Arbeitsschritt. 

Die Charakteristika einer Abschlussarbeit – oder: Die Ursachen der Probleme

Die Abschlussarbeit ist der Beweis dafür, dass die Studierenden die wissenschaftlichen Kompetenzen, die ihnen im Studium vermittelt worden sind, beherrschen. Das Vorhaben muss deshalb eine eigene Forschungsleistung darstellen. Anders als bei Seminararbeiten, bei denen es meist gestattet ist, bestehende Ergebnisse auf eigenem Weg nachzuvollziehen, muss die Abschlussarbeit also ein völlig neues Thema behandeln. Hier stellt sich die erste Schwierigkeit in den Weg: Wie findet man ein passendes Thema? Wie bestimmt man außerdem die Grenzen, damit es den passenden Umfang hat? Es folgen die logischen Probleme: Welche Methodik ist zur Bearbeitung angemessen? Wie erfolgt die Qualitätskontrolle?

Das passende Thema finden: Alle Ressourcen finden

Die Suche nach dem Thema beginnt mit dem eigenen Interesse. Man sollte in dem Bereich seine Abschlussarbeit schreiben, das einem im Studium besonders gefesselt hat. Man ist bis zu sechs Monaten mit dem Vorhaben beschäftigt – das Interesse und die Neugier des Forschens sorgen dafür, dass die Motivation nicht erlischt. Die Professoren können zudem angemessene Präzisierungen vorschlagen, um ein konkretes Thema zu finden. In den Kolloquien erhält man zudem die Möglichkeit, seine Ideen für die Abschlussarbeit im Diskurs mit anderen Studierenden sowie Lehrenden zu testen. Dieser wertvolle Input hilft dabei, das Thema weiter zu präzisieren. Man sollte sich keinesfalls die Chance entgehen lassen, wenigstens einmal die Abschlussarbeit im Rahmen eines Vortrags zu präsentieren. 

Die Arbeitsschritte: Am Anfang steht immer eine Gliederung 

Fast jeder Student hört von seinem Betreuer am Anfang der Abschlussarbeit stets den gleichen Satz: Man solle doch so schnell wie möglich eine Gliederung einreichen. Dies ist sinnvoll, denn zum einen verschafft man sich mit dieser selbst Klarheit darüber, wie man das gewählte Thema eigentlich behandeln möchte. Zum anderen erhält auch der Professor einen Eindruck von der kommenden Arbeit und kann mittels seiner Erfahrung Schwächen und Probleme des Gliederungsentwurfs frühzeitig beseitigen. 
Die Gliederung dient auch für die konkrete Arbeit als Hilfsmittel: Sie ermöglicht es, sehr viel exakter Literatur zu suchen, da man weiß, für welche Kapitel – und damit Unterthemen – man Wissen sammeln und verarbeiten muss. Arbeitstechnisch macht es deshalb Sinn, sich erst einzulesen, dann die Gliederung zu erstellen und anschließend mit der ausgiebigen Literatur-Recherche zu beginnen. Wer Probleme damit hat, eine Gliederung zu erstellen, findet im Netz Hilfe. Auf einschlägigen Seiten gibt es zahlreiche Informationen zum Aufbau einer Gliederung, die man durchaus auch nutzen sollte, z.B.:
Inhaltsverzeichnis einer Bachelorarbeit
Aufbau und Gliederung einer Bachelorarbeit

Häufige Fehler vermeiden 

Einige häufige Fehler kommen in jeder Arbeit vor und sollten vermieden werden. So ist sehr oft das Kapitel, welches die Methodik erläutert mit der geforscht wird, zu dünn. Diesem Abschnitt sollte man die ausreichende Aufmerksamkeit zukommen lassen. Anschließend gilt es, sich auch an die eigenen Worte zu halten, um den roten Faden nicht zu verlieren. 

Ein weiteres Problem, das sich häufig ergibt, ist die mangelnde Qualitätskontrolle. Die Arbeit krankt daran, dass die Korrekturleser überfordert sind. Wenigstens einer von diesen sollte sich ausschließlich um Rechtschreibung und Grammatik kümmern. Und wenigstens ein anderer sollte sich nur dem Inhalt zuwenden. Bewährt hat es sich für viele Studierende zudem, einen dritten Korrekturleser mit ins Boot zu holen, der nur die Fußnoten in Augenschein nimmt. 
Vor der Drucklegung sollte die Abschlussarbeit zudem unbedingt auf Vollständigkeit überprüft werden. Sind alle Anhänge vorhanden? Hat man auch an die Erklärung über die „gute wissenschaftliche Arbeit“ (Verneinung des Plagiats) gedacht und diese unterschrieben? Gibt es auch ein Inhaltsverzeichnis für die Anhänge? Sind alle Internetquellen mit dem Datum gekennzeichnet, an denen man sie zum letzten Mal abgerufen hat? Hat man von den wichtigsten Quellen Screenshots erstellt und diese beigelegt? Kann man all diese Fragen bejahen, kann die Abschlussarbeit in Druck gehen und anschließend abgegeben werden.