Duale Hochschule
Duales Studium

Wie wir uns aufmachten, einen Nachmieter für unser freies WG-Zimmer zu finden.

Ein Erfahrungsbericht von Martina und Christoph

Wehmütig verabschiedeten wir unsere Mitbewohnerin, nachdem sie zwei Jahre lang unsere treue WG-Begleiterin war. Gleichzeitig blickten wir hoffnungsvoll nach vorn – Bei so vielen WG-Suchenden, dachten wir, würden wir natürlich im Handumdrehen eine passable Alternative für Nora finden.

Ich (Martina) machte mich also an das Verfassen einer entsprechenden Anzeige und wählte die bislang bekannteste Plattform auf dem Markt aus, um möglichst viele potenzielle Nachmieter anzusprechen – bei alternativen WG-Portalen, wie noknok24 befürchtete ich, zu wenige Anfragen zu erhalten. Lage beschreiben, Infos zum WG-Zimmer auflisten, Miethöhe angeben, ein paar Wörter zur Wohnung insgesamt schreiben, Christoph und mich vorstellen, Fotos hochladen, Angebot-einstellen-Button klicken und los ging’s. Nach wenigen Minuten – oder besser gesagt Sekunden – trudelten auch schon die ersten Anfragen ein. Weil es aber schon ziemlich spät war und Christoph und ich uns gemeinsam an das Treffen einer Vorauswahl machen wollten, beschloss ich jedoch, den PC auszuschalten und schlafen zu gehen.

Mailboxflut am nächsten Tag
Am nächsten Tag schauten wir dann gemeinsam in mein E-Mail-Postfach und wurden erschlagen: 97 neue Nachrichten. Siebenundneunzig! Damit hatten wir nicht gerechnet, machten uns aber tapfer ans Durchlesen. Die Lust haben wir bereits nach etwa zehn Nachrichten verloren und wussten bereits nicht mehr, von wem die erste Anfrage kam. In den Mails stand gefühlt immer dasselbe drin: „Hallo, ich bin soundso und studiere dies und das und suche keine Zweck-WG, möchte aber bei Bedarf auch mal meine Tür hinter mir schließen. Lasst uns unbedingt mal ein Gläschen Wein zusammen trinken.“ Blablabla.

Neue Idee: Aussortieren nach Hobbies & Co
Spontan überlegten wir uns eine neue Strategie: Wir lasen nur noch die Nachrichten von Bewerbern mit schönklingenden Namen, diese Vorgehensweise brachte uns aber irgendwie auch nicht weiter. Wir bekamen einfach nicht die Informationen, die uns einen Eindruck darüber hätten verschaffen können, ob der jeweilige Bewerber zu uns passt oder nicht. Allein Studiengang, Alter und Standardhobbys sind nicht wirklich aussagekräftig. Wir wollten lieber wissen, welche Musik derjenige hört, ob wir uns also zusammen die Nächte um die Ohren hauen können, welche Filme derjenige schon gesehen hat und welche Serien wir uns zusammen anschauen können. Und am liebsten hätten wir auch gerne ein Foto von unseren WG-Bewerbern vor Augen gehabt. Nach gefühlten 10 Stunden pickten wir uns dennoch ein paar potenzielle Mitbewohner raus, die wir zu uns einluden. Alle anderen warteten wahrscheinlich zwei Wochen später immer noch vergeblich auf eine Antwortmail von uns… es waren leider einfach zu viele Bewerber und wir leider einfach zu beschäftigt (aka lustlos), jede einzelne Nachricht zu öffnen, jeweils eine Absage zu verfassen bzw. reinzukopieren und auf ‚absenden‘ zu klicken. Bei 90 Absagen macht das immerhin summa summarum 270 Arbeitsschritte.

Am schlimmsten ist es aber, wenn du einen Bewerber vor dir sitzen hast, den du am liebsten schon beim Öffnen der Wohnungstür wieder nach Hause geschickt hättest. Ein klassisches WG-Casting wollten wir uns schließlich schenken und so nahmen wir uns die Zeit, jeden einzelnd in Empfang zu nehmen. Wir haben schließlich einen Kandidaten auserkoren, der uns nach wenigen Monaten schon wieder verlassen musste – er mochte die Backstreet Boys einfach nicht. WG-Suche bzw. Mitbewohner-Suche kann echt anstrengend sein…

Das alles hätten wir uns wahrscheinlich erspart, wenn wir gleich bei noknok24 inseriert hätten: Übersichtliches Design, aussagekräftiges Bewerberprofil, integriertes Messaging und gemeinsame Facebook-Freunde werden auch angezeigt. Macht nicht denselben Fehler wie wir: noknok24.de