Duale Hochschule
Duales Studium

Ein Auto im Studium – Lohnt sich das?

beine aus autofenster

Die erste eigene Wohnung, der erste richtige Job – wer für das Studium von zu Hause auszieht, findet sich plötzlich mitten im eigenverantwortlichen Leben wieder. Das Studium erfordert viel Selbstdisziplin und eigene Organisation, doch auch der Alltag muss gemeistert werden. Gerade wenn man mal wieder einen Kasten Wasser vom Supermarkt nach Hause schleppen muss, wünscht man sich ein eigenes Auto. Bequem von A nach B, keine vollen U-Bahnen, zeitlich flexibel und unabhängig. Doch ein Auto hat selbstverständlich nicht nur Vor- sondern auch Nachteile. Daher sollte vorab gut abgewogen werden, ob ein Auto im Studium tatsächlich sinnvoll und notwendig ist.

Die Kosten-Nutzen-Relation

Der erste Nachteil liegt auf der Hand: Ein Auto ist teuer. Bevor man sich als Student einen PKW anschaffen möchte, sollte man sich daher fragen: Muss es wirklich ein Neuwagen sein, oder reicht auch ein Gebrauchtwagen zunächst aus? Doch nicht nur die Anschaffung eines Autos verursacht hohe Ausgaben – auch laufende Kosten werden fortan fällig. Jeder Wagen der sich auf der Straße bewegen möchte, muss in Deutschland haftpflichtversichert sein. Darüber hinaus gibt es die Optionen Voll- oder Teilkaskoversicherung. Diese sichern den Fahrzeughalter bei Schäden am Auto je nach Art ab. Wie viel diese Versicherungen monatlich kosten variiert stark. Hier empfiehlt es sich, Kosten und Anbieter intensiv zu vergleichen. Außerdem benötigt ein Auto natürlich auch Sprit. Diese Kosten solltest Du nicht unterschätzen. Je nach zurückzulegender Strecke und nach Häufigkeit der Nutzung des Autos, können hier hohe Kosten anfallen.

Sollten diese finanziellen Aufwendungen jedoch machbar sein, bietet ein Auto im Studium großen Komfort, Flexibilität und höchstmögliche Unabhängigkeit. So muss beispielsweise vor einer Klausur um 8 Uhr morgens nicht bereits ein Puffer von zwei Stunden miteinkalkuliert werden, um mögliche Ausfälle des ÖPNV auszugleichen. Am Wochenende kann man bequem und spontan nach Hause fahren, im Sommer kann man mit dem Auto sogar kurze Wochenendtrips an den See, in die Berge oder ans Meer unternehmen.

Die Alternativen – ÖPNV & Carsharing

Solltest Du noch unsicher sein, ob sich ein Auto tatsächlich lohnt, so empfiehlt sich immer auch ein Blick auf die möglichen Alternativen. Anstatt mit dem Auto, kommt man in den meisten Studentenstädten meist problemlos und vergünstigt mit dem öffentlichen Nahverkehr überall hin. Als immatrikulierter Student gibt es nahezu überall die Möglichkeit ein Studententicket für die Fahrten mit Bus, Bahn und Tram zu erwerben. Universitäten haben in der Regel eine eigene Haltestelle und studentenfreundliche Fahrpläne. Hier musst Du Dich zwar an die vorgegebenen Zeiten halten und manchmal auf etwas Komfort verzichten, musst allerdings auch nicht selbst fahren und kannst die Zeit zum Beispiel mit Lernen verbringen. Daneben leistest Du mit der Inanspruchnahme von öffentlichen Verkehrsmitteln einen Beitrag zur Verringerung des Ausstoßes von umweltschädlichen Schadstoffen. In Deutschland werden zudem zunehmend elektrische Busse im Personennahverkehr eingesetzt – 2018 sollen 162 weitere Elektrobusse auf die Straßen kommen.

Wer nicht gänzlich auf das Auto verzichten möchte, könnte darüber nachdenken sogenanntes Carsharing zu nutzen. In vielen Städten gibt es mittlerweile verschiedene Carsharingangebote von diversen Anbietern. Bei Bedarf kann man sich so spontan und einfach ein Auto, das sich in der Nähe befindet, mieten. Oftmals ist der Preis für Studenten auch hier günstiger. Viele Anbieter lassen sich sogar per App bedienen.

Fazit

Letztendlich gibt es für die Anschaffung eines Autos im Studium also Vor- aber auch Nachteile. Eine individuelle Betrachtung und der persönliche Bedarf sollten daher vorab immer genau unter die Lupe genommen und ausgewertet werden.