Duale Hochschule
Duales Studium

Duales Studium Ingenieur /Ingenieurwesen

Das Konzept des dualen Studiums erlaubt den Studierenden, abwechselnd Praxis- und Theoriephasen zu durchlaufen und somit ideal auf die Arbeitswelt vorbereitet zu werden. Dies bedeutet, dass in meist dreimonatigen Abständen zwischen theoretischem Studium und praktischer Ausbildungsphase gewechselt wird. Bei den Partnerunternehmen der Hochschulen können die Teilnehmer dadurch die erlernten Inhalte direkt in den Praxisphasen konkret einsetzen und praktische Berufskompetenzen ausbilden. Zudem erhalten sie während dem Studium eine monatliche Vergütung und sind nicht wie Studierende in regulären Studiengängen auf Nebenjobs oder andere Tätigkeiten zum Verdienst ihres Lebensunterhalts angewiesen. In diesem Artikel gehen wir auf ein duales Studium im Bereich Ingenieurwesen ein.

Studienablauf und Studieninhalte
Je nach Hochschule und je nach entsprechendem Partnerunternehmen werden unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Was zur gemeinsamen Grundlage gehört, sind die naturwissenschaftlichen und mathematischen Kenntnisse, die jeder Ingenieur zur Entwicklung seiner Projekte benötigt. Auch thematische Schwerpunkte wie Physik, Werkstoffkunde, Mechanik, Digital- und Messtechnik, Chemie oder auch Konstruktionslehre sind in der Regel in den Modulplänen der dualen Hochschulen zu finden. Darüber hinaus sind die inhaltlichen Schwerpunkte sehr unterschiedlich. Die meisten Spezialisierungen sind im Bereich Elektrotechnik, Verfahrenstechnik und Maschinenbau zu finden. Eine weitere häufig auftretende Verknüpfung bildet das Wirtschaftsingenieurwesen, in welcher die Ingenieure in der Entwicklung ihrer Projekte stets deren Wirtschaftlichkeit im Hinterkopf behalten und entsprechend mit den dafür notwendigen Kenntnissen ausgebildet werden.

Der Aufbau des Dualstudiums ist wie oben beschreiben in jeweils dreimonatige Abschnitte unterteilt. In den theoretischen Phasen werden je nach Semester verschiedene Module mit unterschiedlichen Fächern behandelt, die anschließend in den Praxisphasen in der Anwendung erprobt und durch praktische Fähigkeiten ergänzt werden. Die Aufteilung in Semester entspricht einem rein theoretischen Studiengangs, in dem zum Beispiel nach 6 Semestern Regelstudienzeit der akademische Grad eines Bachelors ereicht werden sollte. Das letzte Semester ist üblicherweise der Erstellung der Bachelor- oder Masterthesis vorbehalten.

Aussichten nach dem Studium
Durch die Praxisphasen im dualen Studium haben die Absolventen bereits einen wichtigen Punkt auf dem Lebenslauf für ihre Bewerbungen hinzugewonnen, da praktische Erfahrung in der Vergabe von Arbeitsplätzen heutzutage eine große Rolle spielt. Je nachdem, welchen Schwerpunkt sie in ihrer Ausbildung gesetzt haben, finden die Absolventen ein breit gefächertes Arbeitsfeld, in welchem sie überwiegend Aufgaben in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von zum Beispiel elektrotechnischen Produkten oder Maschinen übernehmen. Auch das Projektmanagement kann eine mögliche Berufstätigkeit für Ingenieure werden. Für andere könnte wiederum die Überschneidung aus Wirtschaft und der Ingenieurstätigkeit ein Ziel darstellen. In jedem Fall gehören Ingenieure zu den sehr gefragten Arbeitnehmern, sodass sie im Vergleich zu anderen Berufsgruppen gute Chancen auf zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten haben.

Weitere Infos
Alle dualen Studiengänge im Bereich Ingenieurwesen findest du auf dem Ratgeber-Portal www.Wegweiser-Duales-Studium.de. Passende Arbeitgeber im Ingenieurbereich findest du hier bei den Ingenieur-Jobs.com.

Bilder: Carsten Nadale / pixelio.de